Mini- und Nebenjobs in Berlin gesucht? Unser Wegweiser (Teil III)

veröffentlicht von Das DBS-Bloggerteam am Mon, 04/16/2018 - 08:57
Mini- und Nebenjobs in Berlin gesucht? Unser Wegweiser (Teil III)

Du bist Studi oder hauptsächlich freiberuflich tätig? Oder nochmal auf eine ganz andere Art und Weise unterwegs? Dann bist du vielleicht bereits Mini- oder Nebenjobber bei uns oder möchtest es werden. Wegweiser Teil III hat wichtige und nochmal nähere Infos zum Thema Krankenversicherung für dich. So funktioniert's!

Zu Beginn nochmal das Wichtigste: Von einem Einkommen bis 450 Euro werden keine Beiträge für deine Krankenversicherung abgezogen, weil dein Job sozialversicherungsrechtlich betrachtet als „geringfügige Beschäftigung“ gilt. Aber:

Krankenversicherungspflicht gilt auch für Minijobber!

Als Student bist du ohnehin versichert, entweder in einer gesetzlichen oder in einer privaten Krankenkasse. Als Freiberufler hingegen versicherst du dich selbst. Auf deine jeweilige Krankenversicherung kannst du dich also bereits verlassen, wenn du im DBS Team einen Minijob als Telefonheld  antrittst. 

Wichtig: Sobald dein Einkommen die 450 Euro Marke übersteigt, werden Beiträge für deine Krankenversicherung fällig!

Wenn du als Student oder Studentin bis zu deinem 25. Lebensjahr in der Familienversicherung verbleiben möchtest, muss dein monatliches Einkommen innerhalb der „Geringfügigkeit“ bis 450 Euro liegen. Auch als Freiberufler brauchst du in einem Minijob nichts für deine Krankenversicherung abzuzweigen. Gerade in der Gründungsphase ein echter Vorteil: Denn bei Selbständigen werden anders als bei Studenten die Beiträge zur Krankenversicherung gesondert ermittelt und alle monatlichen Einkünfte zusammengerechnet.

Minijob und Krankenversicherung für Studis und Freiberufler: so funktioniert‘s.

Für Studenten gilt:

Bist du unter 25 Jahre alt und familienversichert, musst du dich als Minijobber um deine Beiträge nicht kümmern. Dennoch gilt auch hier:

Nebeneinkünfte über 450 Euro müssen der Krankenversicherung gemeldet werden, wie man auf den Seiten der Krankenkassenzentrale nachlesen kann.

Andernfalls kann es passieren, dass du nachzahlen musst. Das ist wichtig zu wissen, denn außer einer „geringfügigen Beschäftigung“ gibt es jede Menge weitere Arten von Nebenjobs, die mit Arbeitszeiten von bis zu 20 Stunden in der Woche auch höhere Verdienste als 450 Euro erzielen können. Mit einem Einkommen von monatlich bis zu 850 Euro treten in diesen Fällen sogenannte Gleitzeitregelungen in Kraft. Das bedeutet, dass zumindest geringfügige Beiträge zur Sozialversicherung anstehen. Die genauen Tarife klärst du am besten mit deiner Krankenkasse, denn die Beiträge werden je nach Lebenssituation und Einkommensverhältnissen individuell berechnet.

Vielleicht möchtest du aber auch nur einmal im Jahr in den Semesterferien richtig „reinhauen“: Dann darfst du in drei Monaten an 70 Tagen arbeiten. Dein Einkommen kann in diesem Fall sogar beliebig hoch sein, denn: Ein „kurzfristiger“, Minijob ist ebenfalls beitragsfrei.

Die Regelung, dass Studenten während des Semesters nur 20 Stunden pro Woche arbeiten dürfen, um in der Sozialversicherung den Studentenstatus zu behalten, tritt hier ebenfalls außer Kraft. Näheres findest du auf den Seiten der Minijobzentrale.

Ab deinem 25. Lebensjahr kannst du nicht mehr in der Familienversicherung verbleiben, sprich: Du musst dich freiwillig versichern lassen.

Für Studis ab 25 ist eine Mitgliedschaft in der Studentischen Krankenversicherung am günstigsten! 

Die monatlichen Beiträge liegen derzeit bundesweit bei 66,32 Euro plus einem Zusatzbeitrag von bis zu 1,8 Prozent pro Monat. Ganz allgemein errechnet sich der Krankenkassenbeitrag anhand des jeweils gültigen Bafög-Satzes für Studenten. Daher müssen derzeit monatlich im Schnitt 77,82 € für die Studentische Krankenversicherung aufgebracht werden. 

Mit 30 und ab dem 14. Fachsemester steht in aller Regel eine freiwillige Weiterversicherung an. Insgesamt ist ab dem 30. Lebensjahr damit zu rechnen, dass die Krankenversicherungsbeiträge auf plus/minus 170 Euro im Monat steigen. Auch private Krankenkassen bieten Tarife für Studenten an, doch hier können die Beiträge mit der Zeit stark steigen. Dein Minijob wird auch hier nicht angerechnet.

Und wie sieht es mit den Beiträgen für Selbständige und Freiberufler aus?

Die Wahl deiner Krankenkasse, ob gesetzlich oder privat, steht Dir frei und das ganz unabhängig davon, ob du zusätzlich noch in einem Mini- oder Nebenjob tätig bist oder nicht. In der Gründungsphase kann es sich allerdings lohnen, die günstigeren Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherungen ins Auge zu fassen. Und doch geben auch die gesetzlichen eine bestimmte Untergrenze vor. Sobald du selbstständig tätig bist, wird ein fiktives Mindesteinkommen angesetzt, um den Krankenkassenbeitrag zu berechnen. Und das auch dann, wenn du nur ein sehr geringes Einkommen hast.

Umso mehr Vorteile hat in einer solchen Phase ein Minijob, denn bei Selbständigen ziehen die Krankenkassen alle weiteren Einnahmen zur Berechnung heran. Während Arbeitgeber sich bei Angestellten mit 7,3 Prozent am Versicherungsbeitrag beteiligen, also die Hälfte der Krankenversicherungsbeiträge aufbringen, müssen Selbständige alleine für ihre Beiträge aufkommen. Im Allgemeinen wird, genau wie bei Angestellten, ein Satz in Höhe von 14,6 Prozent fällig.

Wichtig: Nicht nur das Arbeitseinkommen zählt, sondern beispielsweise auch Einnahmen aus Vermietung oder Kapitalvermögen. Doch auch, wenn dein Einkommen sehr gering ist, musst du mit einer minimalen Bemessungsgrundlage, also einem fiktiven Mindesteinkommen, rechnen. Online kannst du Beitragsberechnungen je nach individueller Lebenssituation durchführen.  

Mit einem Minijob bei der DBS GmbH erwarten Studenten und Freiberufler jede Menge Vorteile. Dein Einkommen von 450 Euro ist in den meisten Fällen beitragsfrei. Wenn du auf ein paar Besonderheiten hinsichtlich Krankenversicherung achtest, steht deinem Job als Telefonheldin oder Telefonheld bei uns nichts im Wege!

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Das DBS-Bloggerteam

Unser Bloggerteam setzt sich aus verschiedenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der DBS-GmbH zusammen. Aus geteiltem Interesse an Social Media, Gestaltung und dem Erstellen von Texten arbeiten wir gemeinsam an neuen Beiträgen rund um unsere Tätigkeit, unseren Standort, Aktuelles oder stellen uns euch in den Telefonhelden-Talks vor.

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