Lebenslanges Lernen: Der Bildungsurlaub

veröffentlicht von DBS-Bloggerteam am Thu, 01/30/2020 - 16:03
Lebenslanges Lernen: Der Bildungsurlaub

Der Job macht Spaß, die Probezeit ist schon lange überstanden, die Kolleg*innen sind nett. Doch auch, wenn man schon eine zeitlang in einem Job arbeitet, kommt man manchmal an den Punkt, an dem man sich weiterentwickeln und seine Fähigkeiten und/oder Fachwissen erweitern möchte. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Vielleicht ist es die Aussicht, beruflich aufzusteigen oder sich zu spezialisieren? Oder einfach nur, um den Wissensdurst zu stillen und vielleicht in andere Bereiche reinzuschnuppern. Aus diesem Grunde gibt es seit dem Jahr 1974 den bezahlten Bildungsurlaub “zum Zwecke der Berufsbildung, der allgemeinen und politischen Bildung sowie der gewerkschaftlichen Bildung.” Das Spektrum der anerkannten Weiterbildungen ist vielfältig, müssen jedoch einen, zumindest großzügig aufgefaßten, Bezug zum aktuellen Beruf haben und müssen der politischen und/oder beruflichen Weiterbildung dienen.

Rechtliches

Das Berliner Landesgesetz zum Bildungsurlaub sieht 10 Tage Bildungsurlaub innerhalb von 2 Jahren vor und zwar bei 5 Arbeitstagen pro Woche. Alternativ gelten 5 Tage innerhalb eines Jahres. Dies gilt für Beschäftigte oder Auszubildende über 25 Jahren während für die gleichen Gruppen unter 25 Jahren 10 bezahlte Urlaubstage pro Jahr vorgesehen sind. Bei Auszubildenden sind jedoch nur Weiterbildungen zur politischen Bildung zulässig. Außerdem muss das Arbeitsverhältnis seit mindestens 6 Monaten bestehen. 

Welche Weiterbildungen anerkannt sind, regelt das Berliner Bildungsurlaubsgesetz recht klar: „Berufliche Bildungsveranstaltungen, die von öffentlichen Schulen, öffentlichen Volkshochschulen, Hochschulen oder anerkannten Privatschulen durchgeführt werden, gelten als anerkannt…“ § 11(1) Berliner Bildungsurlaubsgesetz (BiUrlG), vom 24.10.1990 (GVBL. S. 2209). Hierzu gehören unter anderem Fernkurse und Seminare der SGD (Studiengemeinschaft Darmstadt) zu der die DBS GmbH eine Kooperation unterhält. Ganz wichtig hierbei: Der Bildungsurlaub muss 6 Wochen vor Veranstaltungsbeginn beantragt werden, damit dieser genehmigt werden kann. Wichtig ist auch, der Arbeitgeber*in auf Verlangen eine Bescheinigung über die Weiterbildung vorlegen zu können.

Finanzielles

Der Bildungsurlaub gilt als bezahlter Urlaub. Die Kosten für die Weiterbildung werden von der Arbeitnehmer*in selbst übernommen, jedoch können diese zumindest zum Teil am Ende des Jahres von der Steuer abgesetzt werden. Mitarbeiter*innen der DBS GmbH bekommen Kurse bei der SGD (Studiengemeinschaft Darmstadt) zudem zu vergünstigten Konditionen. Das Kursangebot ist sehr vielfältig und es sollte für jede*n etwas dabei sein.

Fazit

Viele Beschäftigte wissen nicht, dass sie Anspruch auf Bildungsurlaub haben, geschweige denn, wie das Antragsprozedere funktioniert. Tatsächlich nahmen im Jahr 2018 nur knapp 1% der Beschäftigten in Berlin die Möglichkeit des Bildungsurlaubs wahr (Quelle: Senatsverwaltung für Arbeit). Wer sich neben dem Beruf weiterbilden möchte oder einfach auf neue Erfahrungen aus ist, findet mit dem vielfältigen Angebot sicher das Passende. Neue Dinge lernen und erleben frischt den Arbeitsalltag auf und kann neue Impulse bringen. Zudem sind die Kosten für viele Weiterbildungen dank der Möglichkeit diese steuerlich abzusetzen, erschwinglich. Auch sind viele Kurse der SGD (Studiengemeinschaft Darmstadt) für die Belegschaft der DBS vergünstigt zu haben. Informier dich noch heute, man lernt schließlich nie aus.

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